Die Geschichte von unserem Saatpapier

In unserer kleinen Werkstatt in Speyer entstehen von Hand und mit ganz viel Liebe zum Detail wundervolle Papiere, in denen lauter Blumen- und Kräutersamen stecken. Erstmal eingepflanzt, fangen die Papiere mit der richtigen Pflege schon bald an zu sprießen und zu wachsen. Aber zurück zum Anfang: Wie entsteht unser Saatpapier eigentlich?

Handgeschöpftes Saatpapier aus einem nachhaltigen Faserstoff: Weizenstroh

Wie alles beginnt

Um Papier zu schöpfen, braucht es gar nicht wahnsinnig viele Zutaten. Wasser und ein wenig Faserstoff reichen eigentlich schon. Meistens werden beim Papierschöpfen Fasern, wie zum Beispiel Fichte, Kiefer oder Baumwolle verwendet. Weil uns Nachhaltigkeit wichtig ist, haben wir lange gegrübelt, welche Alternativen es gibt. Wir sind dann schließlich auf Weizenstroh gestoßen. Das ist Nebenprodukt, das bei der Ernte von Weizen anfällt. Aufbereitet und zu einem Faserbrei verarbeitet, wird aus dem Weizenstroh-Gemisch schließlich unser Saatpapier. Das, was ihr auf dem Foto seht, ist übrigens der Faserbrei, die sogenannte “Pulpe”.

Papier + Saatgut = Saatpapier

Damit aus unserem Papier kleine grüne Wunder entstehen können, fehlt natürlich noch eines: das richtige Saatgut. Dabei ist die Auswahl gar nicht mal so einfach, wie es scheint. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie unfassbar viele verschiedene Sorten es gibt! Es gibt allein schon ca. 60 verschiedene Basilikum-Arten. Naja, irgendwo muss man ja anfangen. Aktuell haben wir uns daher erstmal auf drei verschiedene Sorten festgelegt: Wildblumen, Basilikum (Sorte Genoveser) und die Strohblume. Diese Pflanzen gehören zu unseren absoluten Lieblingen. Wir sind aber fleißig am Testen und werden garantiert immer mal wieder neue Sorten aufnehmen. Gerade zu besonderen Anlässen haben wir schon einige Ideen…

Basilikum-Samen
Wildblumen-Samen
Strohblumen-Samen

Jeder Bogen wird einzeln geschöpft

Unsere Pulpe aus Weizenstroh wird in eine Schöpfwanne gefüllt und jetzt geht’s ans Eingemachte! Mit Hilfe eines Papierschöpfrahmens stellen wir jedes einzelne Papier nach der alten Tradition des Papierschöpfens per Hand her. Auf diese Weise ist jedes Saatpapier am Ende einzigartig! Ein Papier mit Ecken und Kanten. Dass es manchmal zu kleinen Abweichungen kommt, ist daher völlig normal und verleiht unserem Saatpapier seinen besonderen Charakter. Zu beobachten, wie aus der Pulpe am Ende fast schon ein richtiges Papier wird, macht besonders viel Freude. Nachdem man den Schöpfrahmen mitsamt des Papiers aus dem Wasser gehoben hat, ist etwas Geduld gefordert. Das überschüssige Wasser muss abtropfen, bevor es weitergehen kann…

Jedes Saatpapier wird nach der alten Tradition des Papierschöpfens einzeln per Hand geschöpft

Jetzt noch Gautschen
und Pressen

Nachdem das Papier auf dem Schöpfrahmen abtropfen konnte, müssen wir es von diesem lösen. Dazu pressen wir den Papierschöpfrahmen samt Papier auf einen Filz. Dieser Vorgang nennt sich auch Gautschen. Wenn schließlich alle Papiere ihren Platz auf einem Filz gefunden haben, wandern sie gemeinsam in unsere Presse. Dort bereiten wir sie für die Trocknung vor, indem wir überschüssiges Wasser herauspressen. Jetzt ist Geduld gefragt, denn gut Ding will Weile haben. In ungefähr zwei Tagen sind unsere Saatpapiere endlich fertig!

Jetzt noch Gautschen und Pressen

Nachdem das Papier auf dem Schöpfrahmen abtropfen konnte, muss es von ihm gelöst werden. Dazu pressen wir es auf einen Filz. Dieser Vorgang nennt sich auch Gautschen. Wenn schließlich alle Papiere ihren Platz auf einem Filz gefunden haben, wandern sie gemeinsam in unsere Presse. Dort bereiten wir sie für die Trocknung vor, indem wir überschüssiges Wasser herauspressen. Jetzt ist Geduld gefragt, denn gut Ding will Weile haben. In ungefähr zwei Tagen sind unsere Saatpapiere endlich fertig!

Papeterie mit Liebe zum Detail

Sobald unsere Saatpapiere getrocknet sind, verarbeiten wir sie zu schöner Papeterie weiter. Wir stellen nicht nur das Papier in echter Handarbeit her, sondern malen und zeichnen auch sämtliche Illustrationen selbst. Unser Saatpapier ist perfekt als kleine Aufmerksamkeit, für einen besonderen Anlass oder auch einfach mal so. Denn in ihm steckt, wie wir finden, so viel mehr als “nur” Papier. Unser Saatpapier steckt voller Leben und es erzählt gleichzeitig eine kleine Geschichte…

Unsere Designs werden alle selbst illustriert, wie z.B. ein Olivenzweig in Aquarell
So wird eine Bestellung bei heylittlegreen verpackt: mit Naturmaterialien und ganz viel Liebe

Ab geht die Post!

Wenn der letzte Feinschliff getan ist, verpacken wir deine Bestellung liebevoll. Danach macht sich das Päckchen per Post auf den Weg zu dir. Jetzt ist dein grüner Daumen gefragt! Wir versorgen dich natürlich mit Tipps und Tricks zur Anzucht und Pflege, damit du dein grünes Wunder mit unserem handgeschöpften Saatpapier entdeckst. Wir wünschen dir oder den glücklichen Beschenkten ganz viel Freude und Erfolg bei der Anzucht.

Diese Sorten stecken in unserem Saatpapier

Wildblumen

Basilikum

Strohblume