Das flauschigste Gras der Welt

Anzucht, Pflege und Ernte

Unser Hasenschwanzgras-Saatpapier kannst du im Haus das ganze Jahr über anziehen. Im Freiland kannst du es etwa zwischen April und Anfang Juni aussäen. Mit der Vorzucht im Zimmer kannst du schon im März beginnen, und die Pflanzen später nach Draußen setzen. Da Hasenschwanzgras ein sogenannter Lichtkeimer ist, solltest du das Saatpapier nicht oder nur ganz leicht mit Erde bedecken. Die optimale Keimtemperatur liegt zwischen 20 und 25 °C. Mindestens braucht das Hasenschwanzgras aber eine Keimtemperatur von 15 °C. Schau doch nochmal hier vorbei, wenn du auf der Suche nach ganz allgemeinen Tipps für die Anzucht unseres Saatpapiers bist.

1. Saatpapier gut feucht halten

Damit dein Hasenschwanzgras schnell keimt, solltest du dein Saatpapier gut angießen oder mit einer Sprühflasche befeuchten. Die Aussaat solltest du in der Folgezeit unbedingt feucht halten, da sonst der Keimungsprozess gestoppt werden könnte. Grundsätzlich sollte das Saatgut nach etwa 7 bis 14 Tagen keimen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es sogar noch wesentlich schneller geht, wenn das Saatpapier gleichmäßig feucht gehalten wird und einen hellen Standort hat. Bei uns war es dann schon nach etwa 4 Tagen soweit und die ersten kleinen Sprösslinge haben sich gezeigt.

Tipp: Um die Keimung noch etwas zu beschleunigen, kannst du das Saatpapier vor der Aussaat etwa 8 Stunden in Wasser legen. So quellen die Samen auf und können im Anschluss sogar noch etwas schneller und besser keimen. Wir haben das Saatpapier zum Beispiel erstmal in eine tiefe Schale mit lauwarmem Wasser gelegt und es dann umgesiedelt.

2. Die Keimlinge pikieren – ja oder nein?

Nachdem sich die ersten Keimlinge gezeigt haben, stellt sich irgendwann die Frage: Muss ich sie jetzt vereinzeln oder nicht? Unserer Erfahrung nach kannst du dein Hasenschwanzgras ruhig so lassen wie es ist. Die Keimlinge im Saatpapier müssen also nicht unbedingt pikiert werden. Es sieht sogar viel schöner aus, wenn die Pflanzen so dicht beieinander stehen, dass man denken könnte, es wäre eine.

3. Deine Pflanze pflegen

Da das Hasenschwanzgras recht anspruchslos ist, gestaltet sich die Pflege sehr einfach. Das Hasenschwanzgras kannst du recht sparsam gießen, da es Trockenheit bevorzugt. Eine Düngung hin und wieder ist in Ordnung, sollte aber nur in Maßen erfolgen. Ansonsten kann es passieren, dass dich statt einem Blütenmeer aus kleinen Hasenschwänzchen ein saftig-grüner englischer Rasen erwartet. Auch nicht schlecht, kann aber vielleicht mit den Blüten nicht ganz mithalten. Naja, weiter zur Pflege: Das Gras muss nicht zurückgeschnitten werden, sondern kann natürlich wachsen.

4. Die Blütenstände ernten

Sobald sich die Puschel cremeweiß färben, können sie nach und nach geerntet werden. Um das Hasenschwanzgras zu ernten, kannst du die Stängel vereinzelt abschneiden und über Kopf trocknen lassen. Wir würden dir empfehlen, am Ende der Blüte noch ein paar Stängel stehen zu lassen, die im Herbst und Winter ein schöner Hingucker in deinem Garten oder auf deinem Balkon sein können.

Tipp: Wenn du ein paar Stängel stehen lässt, ist die Chance ziemlich groß, dass du dich im nächsten Jahr auch nochmal an neuen Hasenschwänzchen erfreuen kannst.

Herkunft

Die ursprüngliche Heimat des Hasenschwanzgras erstreckt sich von der Arabischen Halbinsel bis in den Mittelmeerraum und entlang der westeuropäischen Atlantikküste, über die Kanaren bis nach Nordafrika. Da wir das flauschige Ziergras inzwischen auf allen Kontinenten unserer Erde finden können, kann man den Lagurus Ovatus als echten Weltenbummler bezeichnen. Bereits vor Jahrhunderten hat das schöne Samtgras angefangen, sich nach und nach immer weiter zu verbreiten.

Standort, Boden und Nachbarn

Das Hasenschwanzgras liebt warme Temperaturen und viel Sonne. Am besten steht es hell und vollsonnig. Im Schatten haben sich bei uns weitaus weniger Blüten gebildet. Das Ziergras verträgt Trockenheit wesentlich besser als zu viel Wasser. Gut für jeden, der mal vergisst, zu gießen! Es bevorzugt sandige, gut durchlässige und kalkarme Böden. Wenn du wiederum eher zu der Sorte Mensch gehörst, die lieber zu viel als zu wenig gießen, ein kleiner Tipp: Pflanze dein Hasenschwanzgras in einen sandig-/ kiesigen Boden, da dort überschüssige Feuchtigkeit gut versickern kann. Grundsätzlich liebt das Hasenschwanzgras nährstoffreiche, sommerwarme und trockene Böden. Es kann Draußen wie Drinnen wachsen. Ansonsten stellt das Samtgras an seinen Standort nur wenig Ansprüche: so kannst du es als Zierpflanze im Garten, im Kübel oder auf dem Balkon wachsen lassen. Sogar die Anzucht im Zimmer an einem hellen, warmen Platz kann dir gelingen. Das Hasenschwanzgras verträgt Temperaturen bis zu ca. -7 °C. Besonders schön ist es in Kombination mit bunt blühenden Blumen, wie der Duftwicke, Margeriten, Verbenen, Strandflieder oder Ballonblumen… Hier sind der Kreativität aber nur wenig Grenzen gesetzt und du kannst dich richtig austoben. Uns gefällt zum Beispiel die Kombination mit blauen Farbakzenten besonders gut. Bei uns hatte das Samtgras aber auch Nachbarn wie Zimtbasilikum und Erdbeerspinat. Also auch Gemüse und Kräuter scheinen das anspruchslose Gras nicht wirklich zu stören.

Namensgebung des Hasenschwanzgras

Die samtweichen, cremefarbenen Blütenrispen erinnern an kleine Hasenschwänze. Diesen Rispen verdankt das Hasenschwanzgras daher auch seinen außergewöhnlich schönen Namen. Auch bekannt ist das Ziergras unter den Namen Hasenschwänzchen, Samtgras oder Hasenpfote. Der botanische Name vom Hasenschwanzgras ist Lagurus Ovatus.

Aussehen und Blüte

Hasenschwanzgras kann eine Wuchshöhe von 15 bis zu 50 Zentimetern erreichen. Unterhalb der Blütenköpfe ähnelt es gewöhnlichem Gras. Die saftig grünen Grashalme fühlen sich im Vergleich zu herkömmlichen Gräsern aber wesentlich weicher an. Die dicht stehenden, in den Himmel ragenden Blütenrispen sind ei- bis kugelförmig und fein behaart. Sie erinnern an kleine Hasenschwänzchen. Gerade wenn der Wind durch das wunderschöne Samtgras weht, wippen die buschigen Blütenstände mit. Uns kam es in der Abendsonne fast so vor, als wären die schönen Puschel goldfarben. Für uns ist das Ziergras ist also ein richtiger Hingucker im Garten. Es macht sich später aber auch wirklich schön als Trockenblume in der Vase. Seit wir es zum ersten Mal als Test für unseren Kalender 2021 angezogen haben, wandern einige Stängel immer in unsere Vasen, die sich so langsam mehr und mehr füllen. Die weichen Blütenrispen sitzen an dünnen Stängeln, die vereinzelt aus den Halmen herausragen und können etwa bis zu 7 Zentimeter lang werden. Anfangs sind die Blüten noch grasgrün, verändern im Laufe der Zeit aber ihre Farbe. Zum Spätsommer hin nehmen sie einen schönen cremefarbenen, goldschimmernden Farbton an. Die Blütezeit beginnt etwa im Juni und reicht bis in den Spätsommer hinein. Die trockenen Blütenstände können aber auch noch wesentlich länger bewundert werden, denn sie halten sich an der Pflanze sogar bis zum nächsten Jahr. Wir haben ein paar der trockenen Blüten einfach stehen gelassen und erfreuen uns noch bis heute an den kleinen Hasenschwänzchen, die sich vor unserem Fenster mit dem Wind hin und her wiegen.