Ringelblume „Orange Flash“ – Anzucht und Pflege der beliebten Sommerblume
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Die einjährige Ringelblume „Orange Flash“ sorgt mit ihren außergewöhnlich gefärbten Blüten für sommerliche Farbakzente im Beet, Topf, Hochbeet oder Kübel. Als ganz besondere Züchtung der beliebten Ringelblume, zeichnet sie sich mit ihren Blüten in einem Farbspektrum von Apricot, Pfirsich, Blassgelb und Gelbgold aus. Die Ringelblume wird aufgrund ihrer vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten, sowie ihrer langen Blütezeit geschätzt. Außerdem gilt sie als Insektenmagnet, der Nützlinge und Bienen regelrecht magisch anzieht.
Calendula officinalis
1. Pflanzeneigenschaften
Blüte
Mai–1. Frost
Essbare Teile
Blütenblätter
Wuchshöhe
40–60 cm
Lebenszyklus
einjährig
Boden
mäßig nährstoffreich, lehmig
Erntezeit
Mai–1. Frost
Standort
sonnig–halbschattig
Pflanzabstand
30 cm
Wasserbedarf
gering–mäßig
Familie
Korbblütler
Verwendung
Zierpflanze
Freiland Aussaat
März–August
Zimmer Aussaat
ganzjährig
Keimdauer
1–3 Wochen
Keimtemperatur
15–20 °C
Keimart
Lichtkeimer
2. Anzucht der Ringelblume
Da die Ringelblume leichte Fröste ganz gut verträgt, kann sie bereits ab März bis August im Freiland direkt ins Beet gesät werden. Im Zimmer kann die Anzucht prinzipiell ganzjährig auf der Fensterbank erfolgen. Ab Mitte April können die Jungpflanzen bei Vorzucht im Zimmer ab Februar/ März an ihren endgültigen Standort im Freiland oder in den Balkonkasten umziehen. Die dauerhafte Kultivierung im Zimmer ist möglich, erfordert aber einen sehr hellen und kühlen Standort. Die Samen der Ringelblume kannst in der Erde andrücken und maximal hauchdünn mit Erde bedecken, da es sich bei der Sorte um einen Lichtkeimer handelt.
2.1 Keimung
Bei einer idealen Keimtemperatur von 15 bis 20 °C keimt die Ringelblume „Orange Flash“ innerhalb von 1 bis 3 Wochen. Während der Keimphase ist es sehr wichtig, dass du Samen und Erde dauerhaft und gleichmäßig feucht hältst, da der Keimungsprozess sonst gestoppt werden kann. Zu Beginn solltest du Anzuchterde verwenden. Diese ist nährstoffarm und hilft jungen Pflanzen dabei, auf der Suche nach Nährstoffen, starke Wurzeln auszubilden. Unserer Erfahrung nach gewährleistet sie einen optimalen Wachstumsstart, da Anzuchterde locker, luftig und feucht ist.
2.2 Keimlinge pikieren
Das Vereinzeln der Ringelblumen-Jungpflanzen kannst du am besten nach etwa 3 Wochen vornehmen, sobald die Keimlinge etwa 3-5 cm groß sind und neben den Keimblättern das erste richtige Blattpaar besitzen. Du kannst hierfür einen Löffel oder Pikierstab nutzen, um die Keimlinge aus der Erde zu heben.
Gehe aber behutsam vor und greife die Pflanze am Wurzelballen, um ihren Stängel nicht zu beschädigen. Du kannst sie nun in einen neuen Topf mit Erde oder ins Beet setzen. Mit dem Pikierstab kannst du ein Loch für die Pflanze vorbereiten, sie hineinsetzen und andrücken.
3. Pflege der Ringelblume „Orange Flash“
Die Ringelblume „Orange Flash“ ist eine sehr pflegeleichte Sommerblume. Im Beet benötigt sie nach guter Beetvorbereitung im Frühjahr überhaupt keinen Dünger, im Topf kannst du sie hin und wieder mit etwas Dünger versorgen. Welke Blütenköpfe solltest du regelmäßig abschneiden, um die Bildung neuer Blüten anzuregen. Die Ringelblume hat einen geringen bis mäßigen Wasserbedarf. Je älter die Pflanze, desto trockenheitsresistenter ist sie in der Regel. Staunässe im Topf solltest du unbedingt vermeiden.
3.1 Wasserbedarf
Die Ringelblume „Orange Flash“ hat einen geringen bis mäßigen Wasserbedarf. Im Beet sollte der Boden immer leicht feucht, aber gut durchlässig sein, da die Pflanze Staunässe nicht verträgt. Ältere Pflanzen der Ringelblume erweisen sich als recht trockenheitsresistent im Beet. Sie komme mit gelegentlichem Gießen aus, erst wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist.
Im Topf oder Balkonkasten ist der Bedarf an Wasser höher (als Richtwert gelten ca. 2 Liter/ Woche, je nach Wetter und Topf). Der beste Zeitpunkt für die Bewässerung ist morgens oder abends. Achte bei der Wahl des Topfes darauf, dass überschüssiges Wasser gut abfließen kann, damit die Wurzeln nicht nass stehen müssen.
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3.2 Düngen
Bei der Beetvorbereitung vor der Aussaat, kannst du etwas Kompost in den Boden einarbeiten. Eine solche einmalige Grunddüngung im Frühjahr reicht dann für das ganze Jahr aus, da die Ringelblume einen sehr geringen Nährstoffbedarf hat. Zu viel Dünger, insbesondere stickstoffhaltiger Dünger, würde der Ringelblume bloß schaden, sie anfälliger für Krankheiten machen und dazu führen, dass sie „blühfaul“ wird und die Energie eher in die Ausbildung der Blätter steckt. Da im Topf oder Kübel Nährstoffe schneller beim Gießen ausgeschwemmt werden, kannst du hier etwa alle zwei Wochen während der Hauptblütezeit mit etwas Brennnesseljauche oder organischem Flüssigdünger nachhelfen.
3.3 Überwinterung
Die Ringelblume ist in der Regel bei uns einjährig und übersteht starke Fröste oft nicht. In milden Regionen oder mit Schutz kann sie den Winter aber überleben. Am besten lässt du sie sich einfach selbst aussäen oder sammelst im Spätsommer und Herbst ihre Samen ab, um sie im Folgejahr neu auszusäen. In milden Regionen kannst du die Ringelblume „Orange Flash“ mit einer dicken Schicht aus Laub oder Mulch schützen, um sie durch den Winter zu bringen. Im Kübel oder Topf solltest du die Ringelblume noch vor dem ersten Frost in einen hellen und gleichzeitig kühlen Raum (mit etwa 5 °C bis 10 °C) stellen.
Auf den Punkt gebracht
Das Wichtigste für die Anzucht & Pflege der Ringelblume
Ringelblumen haben essbare Blüten.
Während der Blütezeit, die etwa im Mai beginnt und bis zum ersten Frost (meist Oktober) reicht, bildet die Ringelblume „Orange Flash“ zahlreiche Blüten in wunderschönen Lachs-, Pfirsich- und Apricottönen aus. Diese sind essbar und eine bezaubernde Deko für Salate oder Süßspeisen.
Ringelblumen sind Heilpflanzen.
Bei der Ringelblume handelt es sich um eine traditionelle Heilpflanze. Sie enthält Pflanzenstoffe wie ätherische Öle, Saponine und Flavonoide, denen in ihrer Kombination eine stark entzündungshemmende, wundheilungsfördernde und keimhemmende Wirkung nachgesagt wird.
Ringelblumen gibt es in
großer Sortenvielfalt.
Wer bei der Ringelblume sofort an die leuchtend orange Schönheit im Blumenbeet denkt, mag vielleicht verkennen, dass es mittlerweile von der Garten-Ringelblume (Calendula officinalis) weltweit schätzungsweise über 150 verschiedene Sorten gibt. Die Züchtungen unterscheiden sich in ihren Farben und ihrem Wuchs.
4. Standort, Boden & Nachbarn
Die Ringelblume „Orange Flash“ steht idealerweise an einem vollsonnigen Standort, wo sie bei mindestens 6-8 Stunden Sonnenlicht am Tag die intensivste Blütenfärbung ausbilden kann. An halbschattigen Plätzen wächst sie auch, ist hier aber etwas anfälliger für Pilzkrankheiten wie Mehltau. Die Ringelblume bevorzugt lockere, lehmige Böden, die gern humusreich und mäßig nährstoffreich sein dürfen.
Besonders harmonische Beetbegleiter für die Ringelblume „Orange Flash“ sind lachs- bis apricotfarbene Zinnien und Schmuckkörbchen. Die Kapuzinerkresse „Tip Top Alaska Salmon“ bildet ebenfalls eine fantastische Kombination. Aufgrund der ähnlichen Standortansprüche passt die Ringelblume auch gut zu mediterranen Kräutern wie Rosmarin, Oregano oder Salbei. Weiße Kornblumen können einen passenden Kontrast zur Ringelblume setzen. Gelb blühende Sommerblüher wie Tagetes oder Schmuckkörbchen sind auch hervorragende Nachbarn im Blumenbeet. Im Gemüsebeet gilt die Ringelblume als gute Schutzpflanze vor Schädlingen für Tomaten, Kohl und Kartoffeln. Die Ringelblume lässt sich gut im Topf auf dem Balkon, im Hochbeet, auf der Terrasse oder direkt im Gartenbeet pflanzen.
5. Ernte & Verwendung
Die Blütenblätter der Ringelblume „Orange Flash“ sind essbar, wobei man den bitteren Blütenboden lieber aussparen sollte. Die pfirsichfarbenen Blütenblätter haben einen mild bis würzigen, blumig bis erdigen, leicht bitteren Geschmack. Sie sind ein ganz besonderes Topping für Salate, herzhafte Speisen oder Süßspeisen. In Schwangerschaft und Stillzeit wird vom Verzehr der Ringelblume abgeraten. Eine dauerhafte Einnahme über mehrere Wochen sollte ebenfalls nicht erfolgen, da die Blume die Schleimhäute reizen kann.
Die Ringelblume findet auch Verwendung in der Kosmetik und als Heilpflanze. Äußerlich wird sie gern als Salbe, Tinktur oder Aufguss angewendet, um die Wundheilung zu fördern und Entzündungen zu lindern. Traditionell wird sie auch zur Pflege von Narben eingesetzt und kann bei gereizter oder trockener Haut helfen.
Im Garten ist sie eine hervorragende Bienen- und Insektenweide. Zudem eignet sie sich als langlebige Schnittblume, die sich perfekt in sommerlichen Sträußen kombinieren lässt. Sie hält sich etwa 6-8 Tage. Am besten schneidest du die Stiele bereits am frühen Morgen, wenn sich die Blüte etwa zu Dreiviertel geöffnet hat und wechselst in der Vase etwa alle 2-3 Tage das Wasser. Übrigens schließt sich die Blüte nachts immer – auch in der Vase!
6. Schädlinge und Krankheiten
Obwohl die Ringelblume als robust gilt, leidet sie hin und wieder an Pilzerkrankungen, wie dem Echten Mehltau. Dieser lässt sich an einem mehlig, weißen Belag auf den Blättern erkennen und tritt häufig im Spätsommer auf. Ein luftiger, sonniger Standort mit ausreichend Platz zu Nachbarpflanzen kann vorbeugend helfen. An den Triebspitzen der Ringelblume siedeln sich häufig auch Blattläuse an. Bei einem Befall reicht es meist, die Pflanze mit einem harten Wasserstrahl abzuduschen.
7. FAQ
Damit sich die Ringelblume bei dir gut entwickelt, kannst du ein paar Punkte beachten: Nach einer guten Beetvorbereitung im Frühjahr (bei der du Kompost unter die Erde mischst), benötigt die Pflanze das ganze Jahr über keinen Dünger mehr. Um die Blütenbildung zu unterstützen, kannst du regelmäßig verwelkte Blüten abzupfen. Natürlich solltest du die Ringelblume regelmäßig gießen. Sie hat einen geringen bis mäßigen Wasserbedarf. Bei der Pflanzung im Topf ist es besonders wichtig, dass du Staunässe vermeidest und auf einen guten Wasserabzug achtest. Generell ist die Ringelblume aber eine sehr pflegeleichte Sommerblume!
In der Mischkultur wird die Ringelblume gern als Lock- oder Ablenkpflanze bezeichnet, da sie Schädlinge natürlich anzieht und dadurch empfindlichere Nachbarpflanzen schützt. Sie opfert sich im Beet sozusagen für andere edle Zierblumen oder Gemüse.
Je nach dem: Die Ringelblume wird hierzulande meist einjährig kultiviert, kann jedoch in milden Regionen (insbesondere dort, wo Weinbau erfolgt) mit einer Schutzschicht aus Laub oder Mulch überwintert werden. Alternativ empfiehlt sich die Überwinterung im Kübel bei 5 bis 10 °C oder die Neuaussaat durch gesammelte Samen.
Die Ringelblume „Orange Flash“ ist mit ihren Blüten in leuchtenden Pastelltönen eine echte Besonderheit für Garten und Balkon. Im Gegensatz zur klassischen, orangen Ringelblume, besticht die Züchtung durch ein faszinierendes, dreidimensionales Farbspiel. Die halbgefüllten bis gefüllten Blüten leuchten in einem edlen Farbverlauf aus zarten Apricot- bis warmen Orangetönen. Die Unterseiten der Blütenblätter schimmern in einem leichten Bronze, was der Blüte eine besondere Tiefe verleiht. Im Zentrum der Blüte sitzt ein samtiges, karamellfarbenes Auge, das alle Blicke auf sich zieht.
Ja, das ist möglich! Die Aufzucht auf der Fensterbank eignet sich hervorragend als Vorzucht oder – unter den richtigen Bedingungen – auch für die dauerhafte Zimmerhaltung. Eine dauerhafte Kultivierung im Haus ist nur dann möglich, wenn die Pflanze einen sehr hellen und kühlen Standort bekommt.
Ein vollsonniger Platz mit 6-8 Stunden Sonne am Tag ist ideal für die Ringelblume. Ein halbschattiger Standort geht auch, allerdings wächst die Blume hier etwas schwächer und ist anfälliger für Krankheiten. Die Ringelblume lässt sich flexibel pflanzen und eignet sich genauso für das klassische Gartenbeet, sowie für Hochbeete, Töpfe und Kübel auf Balkon und Terrasse. Die Ringelblume liebt lockeren, lehmigen Boden, der gern humusreich und mäßig nährstoffreich sein darf.
Die besten Beetparnter für die Ringelblume „Orange Flash“ sind z.B. farblich harmonisch kombinierbare Blumen wie z.B. Schmuckkörbchen, Zinnien oder Kapuzinerkressen in Lachs- oder Apricottönen. Edle Kontraste lassen sich aber auch gut mit weißen Kornblumen oder Wiesenkümmel setzen. Gelbe Sommerblüher wie Schmuckkörbchen und Tagetes können das warme Farbspiel unterstreichen. Durch gleiche Standortansprüche ist die Ringelblume aber auch ideal mit mediterranen Kräutern wie Rosmarin, Salbei und Oregano kombinierbar. Im Gemüsebeet kann die Ringelblume Tomaten, Kohl und Kartoffeln natürlich vor Schädlingen schützen, sodass eine Mischkultur Sinn machen kann.
Bei der Ringelblume sind die Blütenblätter essbar. Der Blütenboden schmeckt sehr bitter und sollte daher lieber ausgespart werden. Die Blütenblätter wiederum sind ein schönes Topping für Salate, herzhafte Gerichte oder Süßspeisen. In der Schwangerschaft und Stillzeit sollte aber auf den Verzehr verzichtet werden.
8. Herkunft & Namensgebung
Ursprünglich stammt die Ringelblume vermutlich aus dem Mittelmeerraum. Sie wird aber bereits seit dem 12. Jahrhundert in europäischen Klostergärten angebaut und verwildert sich leicht. Daher ist ihre exakte Herkunft wissenschaftlich nicht vollständig geklärt. Heute findet sich die Ringelblume in ganz Europa, sowie in vielen gemäßigten Klimazonen weltweit. Sie gilt bei uns als eingebürgerte, neu angesiedelte Art, die seit dem Mittelalter als beliebte Heil- und Zierpflanze in Kloster- und Bauerngärten kultiviert wird. Früher wurde sie übrigens oft gezielt zur Färbung von Lebensmitteln oder Textilien angebaut.
Der deutsche Name der Ringelblume bezieht sich auf die ringförmig gekrümmten, gerollten Samen der Pflanze. Der Name der Zuchtform „Orange Flash“ leitet sich direkt von ihrer besonderen Farbgebung ab. Die Blütenblätter haben eine Färbung von Pfirsich, über Orange, bis hin zu Lachs- und Apricot. Für einen Blickfang (Flash) sorgt zusätzlich das gold- bis karamellfarbene Zentrum der Blüte.
9. Aussehen
Die Ringelblume „Orange Flash“ ist eine besonders auffällige Ringelblumen-Züchtung mit einem dreidimensional wirkenden Farbverlauf. Die halbgefüllten bis gefüllten Blüten zeigen zarte Apricot- bis warme Orangetöne. Die Rückseite der Blütenblätter wirkt leicht bronzefarben. Im Zentrum der Blüte bildet ein samtiges karamellfarbenes Auge einen markanten Kontrast. Die schnellwüchsige Ringelblume „Orange Flash“ kann eine Wuchshöhe von etwa 40 bis 60 cm erreichen.
