Fuchsschwanz „Green Cascade“ – Anzucht & Pflege
Amaranthus caudatus, Inkaweizen, Amaranth, Hängender Fuchsschwanz, Garten-Fuchsschwanz
Der einjährige Fuchsschwanz „Green Cascade“ ist eine originelle Amaranth-Sorte und zeichnet sich durch seine langen, herabhängenden Blütenrispen aus, die an einen grünen Wasserfall erinnern.
Sämtliche Pflanzenteile (also von den Blättern, über die Blüten, bis zu den Samen) gelten als essbar. Mit den fontänenartigen Blütenrispen eignet sich der Fuchsschwanz auch gut als Schnittblume für die Vase oder als harmonische Begleitung im Beet für Sommerblumen in zarten oder kräftigen Farben.
Amaranthus caudatus
Pflanzeneigenschaften
Blüte
Juli – Oktober
Essbare Teile
Samen, Blüten, Blätter
Wuchshöhe
60 – 100 cm
Lebenszyklus
einjährig
Boden
feucht, nährstoffreich
Erntezeit
laufend
Standort
sonnig, warm
Pflanzabstand
20 cm
Wasserbedarf
mäßig
Familie
Fuchsschwanz-gewächse
Verwendung
Kulturpflanze, Zierpflanze
Freiland Aussaat
Mai – Juni
Zimmer Aussaat
Februar – April
Keimdauer
1 – 3 Wochen
Keimtemperatur
15 – 20 °C
Keimart
Lichtkeimer
Anzucht
Der Fuchsschwanz ist eine einjährige Pflanze, die ab Mai bis Juni direkt im Freiland gesät werden kann. Mit der Vorzucht im Zimmer kannst du bereits ab Februar, besser aber zwischen März und April, beginnen.
Die Aussetzung der vorgezogenen Pflanze sollte nach den Eisheiligen (Mitte Mai) erfolgen. Da es sich beim Fuchsschwanz um einen Lichtkeimer handelt, beachte unbedingt, dass die Samen nicht mit Erde bedeckt, sondern nur leicht angedrückt werden sollten.
Keimung
Der Fuchsschwanz keimt bei Temperaturen zwischen 15 und 20 °C in der Regel innerhalb von ca. 1-3 Wochen. Egal ob bei der Verwendung von losem Saatgut oder von unserem handgeschöpften Saatpapier: Es ist sehr wichtig, die Samen bis zur Keimung immer feucht zu halten und sie nicht austrocknen zu lassen, da der Keimungsprozess sonst gestoppt werden kann.
Wir empfehlen die Vorzucht im Zimmer, um optimale Bedingungen sicherzustellen und die Anzucht gut im Blick zu behalten. Zu Beginn solltest du Anzuchterde verwenden. Diese ist nährstoffarm und hilft jungen Pflanzen dabei, auf der Suche nach Nährstoffen, starke Wurzeln auszubilden. Unserer Erfahrung nach gewährleistet sie einen optimalen Wachstumsstart, da Anzuchterde locker, luftig und feucht ist.
Saatpapier zum Wachsen bringen
Während loses Saatgut direkt verteilt auf Erde ausgebracht, darin leicht angedrückt und mit etwas Erde bestreut wird, startet die Anzucht aus Saatpapier ein klein wenig anders: Zunächst wird das Saatpapier in kleinen Stückchen über Nacht in einem Glas mit Wasser eingeweicht. Danach werden Wasser und die aufgeweichten Papierstückchen miteinander zu einem breiartigen Gemisch verrührt und gut verteilt auf Erde gegossen. Nun muss die Anzucht hauchdünn mit wenig Erde bestreut und dauerhaft feucht gehalten werden. Erde und Samen dürfen auf keinen Fall (!) austrocknen. Wenn die Pflanzen bei der Keimung austrocknen, gehen sie ein bzw. gar nicht erst auf. Vermeide gleichzeitig aber Staunässe. Bitte lies dir unsere allgemeine Anleitung für die Anzucht von Saatpapier durch, bevor du mit der Anzucht startest und befolge die einzelnen Schritte.
Keimlinge pikieren
Die Samen vom Fuchsschwanz sind sehr klein und fein, daher lassen sie sich nicht allzu leicht vorab verteilen. Wenn du feststellst, dass deine Pflanzen zu eng wachsen, solltest du sie pikieren und mit größerem Abstand (ca. 20 cm) voneinander pflanzen. Ansonsten kann es passieren, dass deine Keimlinge eingehen, da der Konkurrenzkampf um Nährstoffe im Topf oder Beet zu groß ist.
Du kannst einen Löffel oder Pikierstab nutzen, um die Keimlinge aus der Erde zu heben. Gehe behutsam vor und greife die Pflanze am Wurzelballen, um ihren Stängel nicht zu beschädigen. Du kannst sie nun in einen neuen Topf mit Erde oder ins Beet setzen. Mit dem Pikierstab kannst du ein Loch für die Pflanze vorbereiten, sie hineinsetzen und andrücken.
Es ist sinnvoll, ab sofort nährstoffreichere Erde zu verwenden. Wenn du einen Topf oder ein Hochbeet nutzt, kannst du auch mit drei Schichten arbeiten, um ein gesundes Pflanzenwachstum zu erzielen. Verwende für die oberste Schicht Pflanzerde, in der Mitte Komposterde und unten Drainage-Material.
Pflege
Der Fuchsschwanz ist eine gute Pflanze für Gartenneulinge mit geringem Pflegeaufwand. Regelmäßig Gießen und dabei Staunässe vermeiden sind für ein gesundes und kräftiges Wachstum der Pflanze besonders wichtig. Während der aktiven Wachstumsphase ist die Gabe von Dünger sinnvoll. Um das Wachstum vom Fuchsschwanz zu fördern, kannst du regelmäßig verwelkte Pflanzenteile entfernen.
Wasserbedarf
Der Fuchsschwanz hat einen mäßigen Wasserbedarf. Am liebsten wächst er auf frischen bis feuchten Untergründen. Wir empfehlen, dass du deine Pflanze regelmäßig gießt, Staunässe dabei aber unbedingt vermeidest. Der Boden sollte gleichmäßig leicht feucht sein, oberflächlich vielleicht mal antrocknen, aber weder dauerhaft nass noch lange trocken bleiben, auch wenn der Fuchsschwanz als relativ trockenheitsresistent gilt.
Düngen
Da der Fuchsschwanz einen relativ hohen Nährstoffbedarf hat, fühlt er sich auf nährstoffreichen Böden besonders wohl. Daher bietet es sich an, bereits vor der Pflanzung Kompost in den Boden als Grundlage einzuarbeiten. Etwa einmal im Monat benötigt der Fuchsschwanz während des aktiven Wachstums im Frühling und Sommer Dünger. Am besten eignet sich ein wenig Kompost oder ein stickstoffhaltiger, organischer Dünger, um das Wachstum zu fördern. Da eine Überdüngung zu einer Anfälligkeit für Krankheiten führt, solltest du die Gabe von zu viel Dünger vermeiden. Im Herbst und Winter ist keine Düngung notwendig.
Überwinterung
Beim ersten Frost stirbt der Fuchsschwanz ab. Er neigt aber zu starker Selbstaussaat. Wenn du die Pflanze im Herbst stehen lässt, versamt sich die Pflanze oft selbst und im kommenden Frühjahr wachsen häufig neue Pflanzen an derselben Stelle. In seiner ursprünglichen Heimat ist der Fuchsschwanz mehrjährig. Daher kann es klappen, dass du ihn bei intensiver Pflege drinnen überwintern kannst. Zunächst musst du die Pflanze hierfür vor dem ersten Frost eintopfen. Für die Überwinterung des Kübels im Zimmer ist dann ein heller Standort bei idealerweise 10-15 °C ideal. Da die Pflanze aber leicht aus Samen neu gezogen werden kann, würden wir den Aufwand für die Überwinterung im Zimmer nicht empfehlen.
Standort, Boden & Nachbarn
Der Fuchsschwanz wächst am besten an einem vollsonnigen, warmen und windgeschützten Standort. Ideal sind warme Lagen wie Hauswände. Der Boden sollte nährstoffreich, humusreich, lehmig, durchlässig und frisch bis feucht sein. Auch im Topf oder Kübel lässt sich der Fuchsschwanz gut kultivieren.
Sommerblumen wie Dahlien, Zinnien, Ringelblumen oder Tagetes eignen sich für den Fuchsschwanz als gute Nachbarn im Beet. Sie ergänzen die kräftigen Farben des Fuchsschwanzes besonders eindrucksvoll.
Das helle Grün des Fuchsschwanzes „Green Cascade“ lässt sich aber auch sehr harmonisch mit schönen weißen, zartrosa und buttergelben Blumen wie Schmuckkörbchen und Levkoje pflanzen, wenn du dezentere Farbkombinationen im Beet bevorzugst. In Kombination mit Sonnenblumen können abwechslungsreiche, höhengestaffelte Beete entstehen.
Im Gemüsebeet kann der Fuchsschwanz auch als nützliche Begleitpflanze dienen (z.B. zu Mais, Bohnen oder Gurken).
Ernte & Verwendung
Die herabhängenden Blüten vom Fuchsschwanz eignen sich als wunderschönes, strukturgebendes Element für frische oder trockene Blumensträuße. Auch in getrocknetem Zustand erhalten sie ihre Form und Farbe.
Sämtliche Pflanzenteile vom Fuchsschwanz sind essbar. Die eiweißreichen Blätter können ähnlich wie Spinat zubereitet oder roh in Salat beigemischt werden. Die Samen schmecken als glutenfreies Pseudogetreide toll in Suppen, Risottos oder als Puff-Amaranth in Müsli. Amaranth lässt sich übrigens auch gut selbst puffen – die Zubereitung erfolgt wie beim Popcornmais.
Schädlinge & Krankheiten
Obwohl der Fuchsschwanz allgemein als robuste Pflanze gilt, kann er dennoch von verschiedenen Schädlingen und Krankheiten befallen werden. Der häufigste Schädling sind Blattläuse. Diese sammeln sich an den Triebspitzen und Blattunterseiten. Bei Staunässe kann es zu Wurzelfäule kommen, wenn die Pflanze zu feucht steht, können sich Pilzerkrankungen wie Mehltau zeigen.
Herkunft & Namensgebung
Der Fuchsschwanz stammt ursprünglich aus der Andenregion im Westen Südamerikas – etwa zwischen Ecuador und Argentinien. Es handelt sich beim Fuchsschwanz um eine der ältesten Kulturpflanzen der Region und war früher ein wichtiges Grundnahrungsmittel. Da die Pflanze primär als Kulturpflanze bekannt ist, sind natürliche Wildbestände schwer nachweisbar. Der Name leitet sich von der optischen Ähnlichkeit des buschigen Schwanzes eines Fuchses (insbesondere bei der rotblühenden Sorte vom Fuchsschwanz) ab.
Aussehen
Der Fuchsschwanz „Green Cascade“ hat wunderschöne hellgrüne Rispen, die auffällig herabfallen. Die langen Rispen sind in dünne Triebe verzweigt. Das grüne Laub zeigt sich in breiten, ovalen Blättern. Die Pflanze selbst kann eine Wuchshöhe von 60 – 100 cm erreichen.
