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Wiesensalbei (Salvia pratensis), Heimische Wildblume mit violettblauen Blüten

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Wiesensalbei – Anzucht und Pflege der heimischen Wildpflanze

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Der Wiesensalbei ist eine insektenfreundliche, heimische Wildstaude mit violettblauen Blüten. Die mehrjährige, pflegeleichte Pflanze ist ein wichtiger Nektarlieferant für Hummeln und Bienen und damit eine gute Wahl für Natur- und Kräutergärten, wiesenartige Gestaltungen und sonnige Staudenbeete. Ihre Blüten und jungen Blätter sind essbar. Als mildes Würz- und Heilkraut, das im Geschmack etwas milder als herkömmlicher Salbei ist, kann es gut als Küchenkraut oder für Tee verwendet werden. In der Vase harmonieren die intensiv gefärbten Blüten besonders schön in sommerlichen Sträußen.

Wiesensalbei (Salvia pratensis), Heimische Wildblume mit violettblauen Blüten

Im Geschmack ist der heimische Wiesensalbei etwas milder als sein Verwandter, der Echte Salbei

Wiesensalbei (Salvia pratensis), Heimische Wildblume mit violettblauen Blüten

Inhaltsverzeichnis

Wiesensalbei (Salvia pratensis), Heimische Wildblume mit violettblauen Blüten

Salvia pratensis

1. Pflanzeneigenschaften

Blüte

Mai–August

Essbare Teile

Blätter, Blüten

Wuchshöhe

30–60 cm

Lebenszyklus

mehrjährig

Boden

lehmig–sandig, trocken, kalkhaltig

Erntezeit

Mai–August

Standort

sonnig, warm

Pflanzabstand

30 cm

Wasserbedarf

gering

Familie

Lippenblütler

Verwendung

Wild-, Gewürz- und Heilpflanze

Freiland Aussaat

März–Juli, September–Oktober

Zimmer Aussaat

ab Februar

Keimdauer

1–3 Wochen

Keimtemperatur

15–20 °C

Keimart

Lichtkeimer

2. Anzucht des Wiesensalbei

Wiesensalbei (Salvia pratensis), Heimische Wildblume mit violettblauen Blüten Knospen

Wiesensalbei ist eine mehrjährige Pflanze, die im Freiland zwischen März und Juli und von September bis Oktober ausgesät werden kann. Im Zimmer kann die Anzucht bereits ab Februar beginnen. Als Lichtkeimer solltest du die Samen auf der Erde nur andrücken und nicht mit Erde bedecken, da die Pflanze für die Keimung Licht benötigt.

Wiesensalbei (Salvia pratensis), Heimische Wildblume mit violettblauen Blüten Keimling
Wiesensalbei (Salvia pratensis), Heimische Wildblume mit violettblauen Blüten Keimling

2.1 Keimung

Bei idealen Temperaturen von 15 bis 20 °C keimt Wiesensalbei in der Regel innerhalb von 1 bis 3 Wochen. Es ist sehr wichtig, die Samen bis zur Keimung immer feucht zu halten und sie nicht austrocknen zu lassen, da der Keimungsprozess sonst gestoppt werden kann. Zu Beginn solltest du Anzuchterde verwenden. Diese ist nährstoffarm und hilft jungen Pflanzen dabei, auf der Suche nach Nährstoffen, starke Wurzeln auszubilden. Unserer Erfahrung nach gewährleistet sie einen optimalen Wachstumsstart, da Anzuchterde locker, luftig und feucht ist.

2.2 Keimlinge pikieren

Wiesensalbei kannst du idealerweise mit einem Pflanzabstand von 30 cm pflanzen. Sollten die Sprösslinge bei dir zu eng stehen, kannst du sie pikieren, wenn sie groß genug sind. Die Jungpflanzen sind bereit zum Vereinzeln, wenn sie das erste echte Blattpaar neben den Keimblättern gebildet haben. Du kannst zum Vereinzeln einen Löffel oder Pikierstab nutzen, um die Keimlinge aus der Erde zu heben.

Wiesensalbei (Salvia pratensis), Heimische Wildblume mit violettblauen Blüten Jungpflanze

Gehe aber behutsam vor und greife die Pflanze am Wurzelballen, um ihren Stängel nicht zu beschädigen. Du kannst sie nun in einen neuen Topf mit Erde oder ins Beet setzen. Mit dem Pikierstab kannst du ein Loch für die Pflanze vorbereiten, sie hineinsetzen und andrücken. In der Regel kannst du nun eine nährstoffreichere Erde verwenden. Wenn du einen Topf oder ein Hochbeet nutzt, kannst du auch mit drei Schichten arbeiten (Oben: Pflanzerde, Mitte: Komposterde, Unten: Drainage-Material), um ein gesundes Pflanzwachstum zu erzielen.

Wiesensalbei (Salvia pratensis), Heimische Wildblume mit violettblauen Blüten Jungpflanze

3. Pflege des Wiesensalbei

Der Pflegebedarf vom Wiesensalbei ist gering. Er benötigt im Garten keinen Dünger, braucht keinen speziellen Schutz zur Überwinterung und braucht nur in langen Trockenphasen zusätzliche Bewässerung im Beet. Bei der Kultur im Topf oder Kübel, benötigt der Wiesensalbei etwas mehr Aufmerksamkeit: regelmäßig Gießen, ab und an ist Dünger in Ordnung, im Winter ist ein geschützter Platz optimal. Nach der ersten Blüte kannst du den Wiesensalbei zurückschneiden, da das eine zweite Blüte anregt.

Wiesensalbei (Salvia pratensis), Heimische Wildblume mit violettblauen Blüten
Wiesensalbei (Salvia pratensis), Heimische Wildblume mit violettblauen Blüten
Wiesensalbei (Salvia pratensis), Heimische Wildblume mit violettblauen Blüten gießen
Wiesensalbei (Salvia pratensis), Heimische Wildblume mit violettblauen Blüten gießen

3.1 Wasserbedarf

Wiesensalbei hat als trockenheitsverträgliche Pflanze einen geringen Wasserbedarf. Da die Wildpflanze tiefe Pfahlwurzeln ausbildet und kommt sie im Gartenbeet gut ohne zusätzliche Bewässerung aus. Nach dem Einwurzeln ist das Gießen im Garten nur in langen Trockenperioden notwendig. Bei einer Pflanzung im Kübel oder Topf solltest du die Pflanze wiederum regelmäßig gießen, sobald die oberen 2-3 cm Erde trocken sind. Staunässe solltest du beim Gießen unbedingt vermeiden. Am besten ist es, wenn du lieber selten, dafür durchdringend gießt.

3.2 Düngen

Wiesensalbei (Salvia pratensis), Heimische Wildblume mit violettblauen Blüten, Salbeiblätter

Eine Düngung vom Wiesensalbei ist im Freiland bzw. Garten nicht notwendig. Als anspruchslose Pflanze, die magere bis mäßig nährstoffreiche und kalkhaltige Böden bevorzugt, benötigt er keinen Dünger. Im Gegenteil: zu viel Dünger würde der Pflanze bloß schaden.

Im Kübel kannst du dem Wiesensalbei zwischen März bis August alle 2 Wochen eine geringe Menge organischem Flüssigdünger (wie z.B. Brennnesseljauche) geben. Alternativ kannst du einmalig im Frühjahr eine kleine Menge Kompost oder etwas Hornspäne in die Erde einarbeiten. Kübelpflanzen benötigen mehr Pflege bzw. Düngung, da die Wurzeln der Pflanze im Gegensatz zum Beet nicht in tiefere Schichten vordringen können, um Nährstoffe oder Wasser zu suchen. Die Erde im Kübel ist schneller ausgelaugt, da zudem auch durch Gießen Nährstoffe aus der Erde gespült werden.

Wiesensalbei (Salvia pratensis), Heimische Wildblume mit violettblauen Blüten, Salbeiblätter
Wiesensalbei (Salvia pratensis), Heimische Wildblume mit violettblauen Blüten überwintern
Wiesensalbei (Salvia pratensis), Heimische Wildblume mit violettblauen Blüten überwintern

3.3 Überwinterung

Da Wiesensalbei winterhart ist und Temperaturen bis -40°C trotzen kann, kann er ohne Schutz im Beet überwintern. Im Herbst zieht sich die Staude zurück, die oberirdischen Pflanzenteile werden braun und dienen als natürlicher Winterschutz. Von daher solltest du einen Rückschnitt im Herbst vermeiden. Erst im Frühjahr solltest du die vertrockneten Pflanzenteile vor dem Neuaustrieb bodennah zurückschneiden. In besonders rauen Lagen oder bei Kübelpflanzen kannst du den Wiesensalbei mit Vlies oder Laub vor extremer Kälte schützen. Im Topf überwintert die Pflanze am besten an einem etwas geschützten, sonnigen Platz. Wichtig ist, dass die Pflanze auch im Winter nichts austrocknet.

Auf den Punkt gebracht

Das Wichtigste für die Anzucht & Pflege des Wiesensalbei

Wiesensalbei ist ein Lichtkeimer.

Wiesensalbei benötigt für die Keimung Licht. Deshalb solltest du für die Anzucht die Samen nur leicht auf der Erde andrücken und nicht mit Erde bedecken.

Wiesensalbei verträgt
Trockenheit gut.

Wiesensalbei gilt als eine trockenheitsresistente Pflanze. Er bevorzugt sonnige, warme Standorte und gedeiht in Kiesbeeten, Steingärten, sowie auf trockenen Freiflächen gut. Der Boden ist perfekt, wenn er durchlässig, trocken bis sandig und mager bis mäßig nährstoffreich ist.

Wiesensalbei verträgt Trockenheit gut.

Wiesensalbei ist heimisch.

Wiesensalbei ist eine mehrjährige, heimische Wildpflanze mit hoher Bedeutung für die Insektenwelt. Im Geschmack ähnelt der Wiesensalbei übrigens dem Echten Salbei, wenngleich er etwas milder ist.

4. Standort, Boden & Nachbarn

Wiesensalbei ist perfekt für sonnige Freiflächen, als Bienenweide im Naturgarten, für Steingärten, Kiesbeete und trockene Flächen geeignet, da er sehr trockenheitsresistent ist. Die Pflanze bevorzugt sonnige, warme Standorte und steht gern auf durchlässigen, trockenen und sandig-lehmigen Böden. Idealerweise ist der Boden zudem kalkhaltig und mager bis mäßig nährstoffreich. Schwere Böden kannst du mit Sand etwas auflockern.

Wiesensalbei (Salvia pratensis), Heimische Wildblume mit violettblauen Blüten, Standort und Nachbarn

Die blau-violetten Blüten vom Wiesensalbei bilden eine schöne Basis für naturnahe Gärten mit Margeriten, Acker-Witwenblumen, Schafgarbe und Glockenblumen. Auch feine Ziergräser wie Wiesen-Schwingel, Schillergras, Zittergras, Federgras oder Hasenschwanzgras lockern das Bild im Beet auf. Besonders schön harmoniert der Wiesensalbei auch mit Wiesenkümmel, Lein, Purpursonnenhut, Wiesen-Flockenblumen, Fetthennen, Wiesen-Storchschnabel und Mädchenaugen. Mit der zartgelben Witwenblume ergibt sich auch eine sehr harmonische Kombination. Er gilt auch als guter Rosenbegleiter. Im Kräuterbeet passt er aufgrund seiner Vorliebe für Sonne und Trockenheit gut zu mediterranen Kräutern wie Thymian, Rosmarin, Ysop, Lavendel und Bergbohnenkraut.

5. Ernte & Verwendung

Als Wild- und Gewürzpflanze lassen sich vom Wiesensalbei junge Blätter, Blüten oder sogar die ganzen Stängel für Tee, Salat oder zum Trocknen verwenden. Damit die Pflanze nachtreibt, sollten Stängel am besten im oberen Drittel abgeschnitten werden. Die jungen Blätter lassen sich das ganze Jahr über ernten. Die Blüten bilden sich von Mai bis August. Die beste Erntezeit ist kurz vor oder zu Beginn der Blüte, da der Gehalt an ätherischen Ölen zu dieser Zeit am höchsten ist.

Im Geschmack sind die Blätter des Wiesensalbeis etwas milder als die vom Echten Salbei. Der Wiesensalbei dient als feines Würzkraut für Suppen, Salate, herzhafte Soßen, als Deko auf dem Brot oder für Fischgerichte. Wenn du den Wiesensalbei für Salat verwenden möchtest, empfehlen wir dir, seine Blätter klein zu schneiden, da er eine raue Oberfläche hat, die etwas am Gaumen irritieren kann.

Wiesensalbei macht sich im Salat genauso gut wie im Wildblumenstrauß! In der Vase lassen sich die violettblauen Blüten besonders schön in sommerlichen Sträußen kombinieren. Zum Beispiel sieht er toll mit Margeriten, Nelken, Wiesenkümmel, Glockenblumen oder Kamille aus.

Als Heilpflanze wird dem Wiesensalbei eine entzündungshemmende, verdauungsfördernde, krampflösende und schweißhemmende Wirkung nachgesagt. So wird er gerne bei Halsschmerzen, Husten bzw. Entzündungen im Mund- und Rachenraum oder Verdauungsbeschwerden eingesetzt. Zur äußerlichen Anwendung mit Umschlägen oder in Bädern kann er bei Hautunreinheiten oder Ekzemen hilfreich sein. Wiesensalbei sollte weder über eine längere Zeit noch während der Schwangerschaft und Stillzeit eingenommen werden.

Wiesensalbei (Salvia pratensis), Heimische Wildblume mit violettblauen Blüten, Wildblumenstrauß

6. Schädlinge und Krankheiten

AWiesensalbei gilt als heimische Wildpflanze zwar als eine robuste Pflanze, bei ungeeigneten Standortbedingungen oder Pflegefehlern kann er aber von unterschiedlichen Krankheiten oder Schädlingen befallen werden. Häufig treten Probleme mit Pilzerkrankungen wie Echter und Falscher Mehltau, Wurzelfäule oder Blattfleckenkrankheiten auf. Besonders junge Triebe werden gern von Blattläusen befallen, Wanzen und Zikaden oder Spinnmilben saugen an den Blättern und sorgen für Flecken, Löchern und Punkten. Bei starkem Befall kann ein kräftiger Rückschnitt helfen.

Auf unserem Wiesensalbei zu Hause durften wir Zuschauer der Symbiose von Ameise und Blattlaus werden: Ameisen beschützen Blattläuse vor Fressfeinden im Gegenzug für zuckerreichen Honigtau – eine klassische „Win-Win“-Situation.

7. FAQ

Ja, zwischen den beiden Pflanzen gibt es deutliche Unterschiede in Verwendung, Geschmack und Wuchsform. Während Wiesensalbei eine heimische, krautige Wildstaude ist, wächst der aus dem Mittelmeerraum stammende Echte Salbei eher als immergrüner Halbstrauch und verholzt am Grund. Wiesensalbei ist im Geschmack milder und in seiner Heilwirkung schwächer. Echter Salbei schmeckt intensiv, würzig bis bitter und wirkt besonders bei Halsschmerzen stark. In der Küche kommt der Echte Salbei häufiger zum Einsatz, auch wenn der Wiesensalbei ebenso essbar ist und sich gut für die Wildkräuterküche eignet.

Ja, die Blüten vom Wiesensalbei eignen sich zum Essen und als hübsche Deko für verschiedene Speisen. Die Blüten schmecken milder als die Blätter und leicht süßlich, womit sie sich auch gut für Süßspeisen eignen. Du kannst mit den Blüten Wildkräutersalate, Frischkäse oder Desserts verschönern oder buntes Kräutersalz mit Blüten herstellen.

Der Wiesensalbei eignet sich gut als Schnittblume. Er bringt Farbe und Struktur in Sträuße und sorgt gleichzeitig für einen aromatischen Duft im Wohnraum. Frisch geschnitten hält sich Wiesensalbei in der Vase recht gut. Besonders schön wirkt er in lockeren Feld- und Wildblumensträußen. Direkt nach dem Schnitt solltest du ihn in Wasser stellen.

Wiesensalbei lässt sich sehr vielseitig verwenden: ob für die Wildkräuterküche, für zarte Blumensträuße oder mit seinen essbaren Blüten als tolle Deko für Speisen. Die Pflanze wird auch für ihre Heilwirkung geschätzt, besitzt aber eine etwas geringere Wirkung als Echter Salbei.

Ja, Wiesensalbei ist mehrjährig und winterhart. Er trotzt selbst sehr kalten Temperaturen gut und benötigt zum Überwintern keinen besonderen Schutz. Im Herbst zieht sich die Pflanze in die Wurzel zurück und die überirdischen Pflanzenteile sterben ab und bilden einen natürlichen Schutz. In besonders rauen Lagen oder bei Pflanzung im Topf oder Kübel kannst du die Pflanze mit Laub oder Vlies abdecken.

Wiesensalbei ist recht trockenheitsresistent, sodass er einen warmen und vollsonnigen Standort bevorzugt. Du kannst ihn gut für sonnige Freiflächen, Steingärten, trockene Flächen und Kiesbeete einplanen.

Gute Nachbarn für den Wiesensalbei sind zum Beispiel Margeriten, Acker-Witwenblumen, Schafgarben, Glockenblumen oder Ziergräser wie Wiesen-Schwingel, Schillergras, Zittergras, Federgras oder Hasenschwanzgras. Sehr harmonische Pflanzpartner für den Wiesensalbei sind auch Wiesenkümmel, Lein, Purpursonnenhut, Wiesen-Flockenblumen, Fetthennen, Wiesen-Storchschnabel und Mädchenaugen. Im Kräuterbeet passt er gut zu Thymian, Rosmarin, Ysop, Lavendel und Bergbohnenkraut.

Wiesensalbei wird eine heilsame Wirkung bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum, Husten und Halsschmerzen nachgesagt. Auch bei Verdauungsbeschwerden kann er krampflösend und verdauungsfördernd wirken. Zur äußerlichen Anwendung kann er bei Hautunreinheiten oder Ekzemen zum Einsatz kommen. Es heißt, dass Wiesensalbei eine entzündungshemmende Wirkung hat.

8. Herkunft & Namensgebung

Ursprünglich stammt Wiesensalbei aus Mitteleuropa und dem Mittelmeerraum. Die Pflanze ist in ganz Deutschland heimisch und kommt in ganz Deutschland vor. Er ist etwas häufiger in den südlichen und mittleren Regionen als im Norden zu finden. Mittlerweile erstreckt sich sein natürliches Vorkommen über Europa, Vorderasien und den Kaukasus.

Der botanische Namensbestandteil „pratensis“ (lat.) bedeutet „auf Wiesen wachsend“. Der Namensbestandteil „salvia“ leitet sich vom lateinischen „salvare“ für heilen oder retten ab, was auf seine Nutzung als Heilpflanze hinweist.

9. Aussehen

Wiesensalbei zeichnet sich durch seine intensiven blau-violetten Blütenkerzen aus. Er erreicht häufig eine Wuchshöhe von 30 bis 60 cm. Seine Blätter sind rau, länglich, oval bis herzförmig und am Rand unregelmäßig gezackt. Häufig bildet die Pflanze eine Rosette am Boden. Die Stängel sind leicht behaart. Als Vertreter der Lippenblütler, bildet der Wiesensalbei kleine, etwa 2 cm lange Blüten aus. Diese sind in Scheinähren angeordnet. Um eine dichte Wirkung im Beet zu erzielen, sollten pro Quadratmeter etwa 5-7 Pflanzen stehen. Das dunkle Blauviolett vom Wiesensalbei bringt einen wunderschönen Farbakzent ins Beet und bringt zum Beispiel Pflanzen in Weißtönen so richtig zum Strahlen.

Wiesensalbei (Salvia pratensis), Heimische Wildblume mit violettblauen Blüten
Wiesensalbei (Salvia pratensis), Heimische Wildblume mit violettblauen Blüten